Weltenwehmut
Weltenwehmut
Der Herbst, er hat sich hergetraut,
sich jeder aus der Hitze windet.
Der Sommerblütenduft verblasst,
der feuchte Boden glitzert laut.
Ich streich mein Haar aus dem Gesicht,
es kitzelt mich an meinem Kinn.
Die Augen schließ ich, atme nicht,
umhüllt von blauem Licht ich bin.
Ich lieg im Gras, im Laub, bei Nacht,
trotz aller Kälte ich verweil.
Die Sterne über mir erwacht
und bin des Ganzen stiller Teil.
Ein Atemzug sei mir erlaubt,
ein Duft, der noch nach Leben schmeckt.
Im Nachgang Trauer, doch nicht lang,
Gefühle, alt, doch nicht verstaubt.
Ach Herbst, wär ich doch Teil von dir,
du malst Vergehendes so bunt,
du stimmst uns mild vor Winters Tür
für eine letzte Abschiedsstund.
Publish on 2025-09-30,Update on 2025-10-09